iPhone Klingelton selbst erstellen

Ich gehöre sicherlich nicht zu den Smartphone-Nutzern die das gesamte Erscheinungsbild ihres Gerätes individualisieren und auf Links drehen möchten. Denn wenn das so wäre, wäre ich mit dem iPhone sicherlich nicht so zufrieden wie ich es bin. Die wenig spektakulären, mitgelieferten Klingel- und Wecktöne bringen jedoch auch mich schnell an den Rand komatöser Begeisterung.

Die einfache Verwendung von MP3 Dateien als Signaltöne ist beim iPhone leider nicht möglich. Apple setzt in diesem Fall auf extra Ringtone-Dateien mit der Endung „m4r“ und beschränken diese noch auf eine Länge von 30 Sekunden. Das Gute ist jedoch, dass man diese Dateien mit wenigen Handgriffen und dem sowieso vorhandenen iTunes problemlos selbst erstellen kann.

  1. Bevor wir mit der eigentlichen Erstellung beginnt sollte man einen geeigneten Abschnitt des Musikstücks seiner Wahl aussuchen und die Start- und Endzeit notieren.
  2. Nachdem das erledigt ist klickt man in der Mediathek von iTunes mit der rechten Maustaste auf das Musikstück und wählt aus dem sich öffnenden Kontextmenü den Punkt „Informationen“. In dem neuen Fenster das Register „Optionen“ anwählen und dort die ermittelte Start- und Endzeit für den Klingelton unter „Starten bei:“, bzw. „Stoppen bei:“ eintragen.

    In diesm Beispiel habe ich die ersten 30 Sekunden des Tracks gewählt.

  3. Nachdem wir so den Bereich festgelegt haben, müssen wir nun den eigentlichen Klingeton erstellen. Dies erledigt man wieder mit einem Rechtsklick auf den Track und der Auswahl der Funktion „AAC-Version erstellen“. Danach findet man das Musikstück in der Mediathek ein zweites mal, die neu erstellte AAC-Version sollte jetzt gegenüber dem Original jedoch eine Länge von 30 Sekunden aufweisen. Wir sollten nun noch die Änderungen an Start- und Endzeit des Originals rückkängig machen, um das Stück auch zukünftig in voller Länge genießen zu können.
  4. Unser Klingelton hat jetzt nur noch die falsche Dateiendung „m4a“. Um diese zu ändern ziehen wir den Track einfach per Drag&Drop mit der Maus aus iTunes auf den Desktop. Anschließend die „m4a“ Datei in iTunes löschen, ansonsten können wir den fertigen Ringtone später nicht hinzufügen.
  5. Standardmäßig werden unter Windows bekannte Dateitypenendungen ausgeblendet. Wird nun also nur der Titelname, nicht jedoch die Endung „m4a“ angezeigt, müssen wir vor dem Umbenennen die Windows Ordneroptionen anpassen. Dort einfach das Häkchen bei „Erweiterungen bei bekannten Dateitypen ausblenden“ entfernen und mit „OK“ bestätigen. Nach diesem Schritt sollte jetzt der komplette Dateiname angezeigt werden. Nun können wir mit einem Rechtsklick auf die Datei den Punkt „Umbenennen“ auswählen“ um die Endung von „m4a“ in „m4r“ zu ändern.

    Ggf. müssen die Windows Ordneroptionen angepasst werden, um den Klingelton korrekt umbenennen zu können.

  6. Nachdem unser Ringtone nun fertig ist, müssen wir ihn nur noch per Drag&Drop zurück ins iTunes schieben. Dort sollte er dann in der Rubrik „Töne“ innerhalb der Mediathek angezeigt werden. Jetzt noch auf das iPhone synchronisieren und er steht dort zur Auswahl.

    Den neuen Klingelton in die Synchronisation einbeziehen um ihn auf dem iPhone zur Verfügung zu haben.

Sichere Datensynchronisation zwischen PC und iPhone / iPad

Kaum nennt man ein Smartphone oder Tablet sein Eigen, dauert es meistens nicht sehr lange, bis der Wunsch nach einem Datenaustausch zwischen den Geräten aufkommt. Oder noch besser, eine automatische Synchronisation ganzer Verzeichnisse zwischen den Devices. Dropbox bietet dafür eine funktionsreiche und kostenlose Lösung. Bei Dropbox handelt es sich um einen beliebten Cloud-Speicherdienst der, neben 2 GB kostenlosem Speicherplatz, auch Clients für verschiedenste Plattformen anbietet. Ein weiteres mögliches Anwendungsszenario ist das Filesharing, da man Ordner mit anderen Nutzern teilen kann. Nachfolgend möchte ich die Synchronisation zwischen Windows und iPhone unter Verwendung einer zusätzlichen Verschlüsselung via BoxCryptor vorstellen.

Zu allererst muss man sich bei Dropbox anmelden. Die kostenlose Variante sollte zu Beginn sicherlich reichen. Wer zu den 2 GB Speicherplatz, noch weitere 500 MB kostenlos dazubekommen möchte kann den folgenden Link für die Registrierung benutzen. Jetzt bei Dropbox über diesen Link registrieren um dir und mir zusätzlich 500 MB kostenlosen Bonus-Speicherplatz sichern.

Nach der Registrierung sollte man sich dann direkt den Dropbox Client herunterladen und installieren. Man kann Dropbox natürlich auch per Browser nutzen, um Dateien abzulegen oder abzurufen, doch die Synchronisation eines dafür angelegt Verzeichnisses auf dem Rechner ist da schon wesentlich komfortabler. Wurde der Dropbox Client korrekt eingerichtet sollte man im angegeben Pfad der lokalen Festplatte schon eine Kopie seiner Dropbox finden. Diese besteht zu Beginn nur aus einigen Ordnern, Test- und Informationsdateien.

Legt man nun eine Datei im lokalen Dropbox Ordner ab, wird diese automatisch mit dem Dropbox Dienst im Internet synchronisiert. Einen besondere Augenmerk sollte man den Verzeichnissen Public und Photo der Dropbox widmen. Diese Verzeichnisse sind öffentlich zugänglich und man kann darüber Freunden oder Bekannten Dateien zur Verfügung stellen. Die Besonderheit beim Ordner Photo ist dabei noch, dass für alle dort abgelegten Bilder eine Gallerieansicht aufgerufen werden kann.

Aber weiter im Thema. Wir können jetzt unsere Dateien schon vom PC ins Internet übertragen. Wie bekomme ich sie jetzt aber auf das iPhone? Dafür gibt es von Dropbox eine App, die ebenfalls kostenlos ist. Die muss man also nur noch auf dem Gerät installieren, die Anmeldedaten eingeben und schon hat man vom Smartphone Zugriff auf seine Dropbox. Natürlich kann man nun auch Dateien, z. B. Bilder, vom iPhone in die Dropbox übertragen und diese landen dann automatisch im Dropbox Ordner auf dem PC.

Die beschrieben Vorgehensweise als Grafik.

Nun gibt es natürlich Dateien deren Inhalt sehr vertraulich ist, wie z. B. Passwortlisten, was ist damit? Dropbox sichert zu, dass alle Daten verschlüsselt abgespeichert werden. Dies geschieht jedoch mit einem Schlüssel der nicht individuell festgelegt werden kann. Ob dass überhaupt so ist und wer Zugriff auf den Schlüssel hat, lässt sich natürlich nicht prüfen. Man tut daher gut daran, sich nach alternativen Verschlüsselungsmöglichkeit umzusehen. Man könnte z. B. ZIP Archive erstellen, diese mit einem Kennwort versehen und erst dann in die Dropbox packen. Leider kann man diese Archive dann aber nicht mehr an allen Geräten öffnen und benötigt dafür auch noch das Kennwort.

Eine praktische Lösung für diese Problem bietet die kostenlose Software BoxCryptor, diese ver- und entschlüsselt Dateien transparent, also ohne eine notwendige Benutzerinteraktion. Wie sieht das in der Praxis aus? Fangen wir wieder beim PC an. Nach der Installation des BoxCryptor Programms, wird im Rahmen der Einrichtung ein Verzeichnis in der Dropbox angelegt, in dem die Dateien von Boxcryptor verschlüsselt abgelegt werden. Durch den normalen Dropbox-Mechanismus werden diese anschließen synchronisiert. Der dafür notwendige Schlüssel kann in BoxCryptor frei vergeben und abgespeichert werden. Das Speichern des Schlüssels hat den Vorteil, dass er zum Ver- oder Entschlüsseln nicht jedesmal eingegeben werden muss und so auch ein komplexer Schlüssel gewählt werden kann. Zur weiteren Vereinfachung kann der verschlüsselte BoxCrypt Ordner als zusätzliches Laufwerk eingeblendet werden. Am iPhone gibt es dementsprechend wieder eine App um auch von dort auf den BoxCrypt Ordner innerhalb der Dropbox zuzugreifen. So sind unsere vertraulichen Daten schnell und einfach gesichert.

Wer jetzt Interesse hat und es selber testen möchte, kann hier direkt starten: Jetzt bei Dropbox über diesen Link registrieren um dir und mir zusätzlich 500 MB kostenlosen Bonus-Speicherplatz sichern.

Das vorherige Beispiel um BoxCryptor erweitert.

Update 10.11.2012: heise Security – Dropbox ist „ziemlich sicher“

Kartenupdate von Velomap und Openmtbmap September 2012

Routinemäßig habe ich,  auf der Suche nach Neuigkeiten, Vorgestern mal wieder auf der Seite des Velomap Projekts vorbeigeschaut und wurde dabei auch nicht enttäuscht. So war doch tatsächlich wenige Tage zuvor ein so genanntes „Großes Kartenupdate“ erschienen.

Sollte euch das Kartenprojekt bisher nicht bekannt sein, kurz Grundsätzliches. Es handelt sich bei der Velomap und ihrer Schwester, der Openmtbmap (speziell zum Mountainbiking und Wandern), um kostenlose, auf OpenStreetMap basierende Karten zum Radfahren und Wandern. Das hervorstechendste Merkmal ist, neben ihrer kostenlosen Verfügbarkeit, das sehr kontrastreiche Layout. Dadurch ist die Karte auch bei Sonneneinstrahlung und den daraus resultierenden Reflexionen auf dem Display des Edge, noch sehr gut zu erkennen.

Einen weiteren Pluspunkt verzeichnet die Karte in meinem Ranking dadurch, dass die Installation sehr einfach ist und dafür auf keine zusätzlichen Tools zurückgegriffen werden muss. Es wird ein Skript mitgeliefert, mit dem man sich unter Windows unkompliziert ein Garmin Kartenimage erstellen kann und dieses anschließend nur noch auf die SD-Card kopieren muss.

Aber zurück zum Anfang. Zu den Inhalten des Releases zählte neben aktuellen Kartendaten und Bugfixes auch ein komplett neues Kartenlayout, speziell für die Bedürfnisse des Rennradfahrens.

Zu den Features des Rennradlayouts gehören unter anderen:

  • Klare Unterscheidung ob ein Weg asphaltiert ist, geschottert oder anderweitig so irgendwie befahrbar ist (zur Not geht’s ja für ein paar Meter auch), oder mit Slicks nicht in Frage kommt. Das gilt natürlich auch für Nebenstraßen.
  • Fokussierung des Kartenbildes auf niederrangige Straßen und Fahrradwege
  • Fahrradwege mit Unterscheidung ob der Fahrradweg auf der Straße, oder am Gehsteig verläuft
  • Wichtige POI für Rennradfahrer – und nicht mehr. Etwa Trinkwasser, die wichtigsten Bahnhöfe / U-Bahn Stationen. Restaurants, Kirchen, Toiletten, Tourismusattraktionen, und nicht viel mehr. Dazu sind diese POI sehr dezent im Hintergrund
  • KEINE Darstellung von Gebäuden, Unmengen POI, Gärten, oder anderen für einen Rennradler unwichtigen Dingen. Diese Infos findet ihr bei der Velomap nur noch im Trekking / Tourenradmodus.
    Sprich eine radikale Reduktion auf das notwendige.

Links das klassische Layout der Velomap. Rechts das neue Rennradlayout. Beide auf einem Garmin Edge 800. Unnötige Details, wie z. b. Gebäude, werden nicht mehr angezeigt. Die Karte wird dadurch noch kontrastreicher.

Da mir das neue Kartenlayout sehr gut gefällt, habe ich es natürlich sofort installiert, um es einem Alltagstest  unterziehen zu können. Weiterhin habe ich zur Steigerung der Übersichtlichkeit auch auf die Höhenlinien verzichtet, da ich diese bei Rennradtouren sowieso nicht benötige. Zusätzlich habe ich noch die Openmtbmap von Deutschland und, mit Blick auf den nahenden Skiurlaub, Österreich dazugepackt. Diese jeweils mit Höhenlinien. Das ganze belegt zusammen ca. 3 GB auf der SD-Card.

Wie sind eure Erfahrungen mit der Velomap, Openmtbmap, anderen OSM basierten Karten oder auch kommerziellen Produkten auf dem Edge?

Hinweis zur Installation der neuen Velomap im Rennradlayout per Skript.
Wie weiter oben schon erwähnt, können Windows Benutzer mit Hilfe des Skripts „create_gmapsupp.img_velomap.bat“ per  Doppelklick ein Garmin Kartenimage (gmapsupp.img) erzeugen und müssen dies zur Installation nur die Speicherkarte, in den Ordner „garmin“ kopieren. Möchte man dort mehrere Karten ablegen, einfach das Kartenimage umbenennen (Z. B. aus „gmapsupp.img“ „velogermany.img“ machen. Beachtet jedoch die Warnung des Herstellers bei der Verwendung von mehreren Höhenlinien enthaltenen Karten des gleichen Landes.).

Leider wurde das bisher mitgelieferte Skript noch nicht um die Menüoption zur Erzeugung von Images mit Rennradlayout erweitert. Dies ist jedoch problemlos in Eigenregie zu bewerkstelligen. Dazu müssen im Codeblock „:check3“ nur die grünen Zeilen ergänzt und die Roten gelöscht werden.

:check3
@echo.
@echo.
@echo.
@echo.
if not exist velo*.TYP if not exist trdn*.TYP goto :notypfilefound
if not exist velo*.TYP if not exist trdn*.TYP if not exist race*.TYP goto :notypfilefound

echo @echo Please choose .TYP-File
if exist velo*.TYP @echo press 0 for velo*.TYP (classic layout – optimized for GPS)
if exist trdn*.TYP @echo press 1 for trad*.TYP Big Screen layout for computer use. Not use on GPS.
if exist race*.TYP @echo press 2 for race*.TYP New Racing Bicycle Layout

set TYP=Null >NUL
set /p TYP=0-1:
set /p TYP=0-2:
if 0 EQU %TYP% if exist velo*.TYP set TYP=velo
if velo EQU %TYP% if exist velo*.TYP goto start

if 1 EQU %TYP% if exist trdn*.TYP set TYP=trdn
if trdn EQU %TYP% if exist trdn*.TYP goto start

if 2 EQU %TYP% if exist race*.TYP set TYP=race
if race EQU %TYP% if exist race*.TYP goto start

echo invalid button/number pressed. Please input .TYP-File number again.
pause ^>NUL
goto :check3