Mit dem MTB entlang der Küste von Walcheren

Die Tage sind wieder kürzer geworden und die langen Radklamotten hängen erneut vorne im Kleiderschrank. Eine schöne Gelegenheit die Gedanken nochmal zurück in die warme Jahreszeit zu richten und ein paar Zeilen zum letzten Sommerurlaub zu schreiben.

Der Dünenweg zwischen Westkapelle und Zoutelande.

Der Dünenweg zwischen Westkapelle und Zoutelande.

Wir verbrachten eine abwechslungsreiche und entspannende Woche in dem kleinen Örtchen Westkapelle auf der niederländischen Halbinsel Walcheren. Zwischen Westkapelle, Zoutelande und Vlissingen erstrecken sich, mit bis zu 60 Metern Höhe, die höchsten Dünen der Niederlande. In Anbetracht dieser Tatsache hatte ich mich vor Urlaubsantritt für die Mitnahme meines MTB entschieden und auch schon einige interessante Tourenziele herausgesucht.

In den Dünen, hoch über dem Strand.

In den Dünen, hoch über dem Strand.

Der Startpunkt meiner Tour war in Westkapelle. Von dort ging es auf dem Dünenweg über Zoutelande nach Vlissingen. Der Dünenweg ist eigentlich nur für Fußgänger ausgewiesen. Jedoch ist das Panorama einfach zu schön, um es nicht in voller Länge mit dem MTB zu genießen. Ich bin ihn an mehreren Tagen gefahren und nie waren viele Wanderer unterwegs. Und wenn doch, drosselte ich mein Tempo und passierte oder überholte langsam und freundlich grüßend. Zu keinem Zeitpunkt wurde ich komisch angeschaut oder angesprochen. Es klappt also, mit entsprechnder Rücksicht, auch zusammen mit Wanderen und MTBlern auf gemeinsamen Wegen.

Eine Höckerlinie, sogennante "Drachenzähne", bei Valkenisse.

Eine Höckerlinie, sogennante „Drachenzähne“, bei Valkenisse.

Kurz vor Zoutelande verließ ich den Dünenweg und durchquerte den Ort. Ich hielt mich hier nicht lange auf, da wir das Städtchen im Familienkreis bereits ausgiebig zu Fuß erkundet hatten. Mein erstes Ziel lag hinter Zoutelande und es waren Überreste des Atlantikwalls aus dem 2. Weltkrieg. Das Wiederstandsnest Fledermaus und die noch existerenden Panzerhindernisse der Landfront Vlissingen bei Valkenisse.

Die Leuchttürme von Dishoek.

Die Leuchttürme von Dishoek.

Bei Dishoek bot sich erneut die Gelegenheit mitten durch die Dünenlandschaft zu fahren und es eröffneten sich mir immer wieder atemberaubende, weite Ausblicke über Meer und Land. Zu Fotostopps musste ich mich in dieser Umgebung nicht zwingen, dafür jedoch zum Weiterfahren.

Blick zurück nach Zoutelande.

Blick zurück nach Zoutelande.

Obwohl die Landschaft nicht gegensätzlicher sein könnte, erinnerte mich die rauhe Vegetation des Strandhafers und Sanddorns doch sehr an die Alpen und ihre Pflanzenwelt oberhalb der Baumgrenze. Der zunehmende Schiffsverkehr deutete bereits daraufhin. Ich näherte mich allmählich Vlissingen, einer Hafenstadt an der Mündung der Westerschelde.

Kurz vor Vlissingen. Links am Horizont ist bereits die Skyline zu erkennen.

Kurz vor Vlissingen. Links am Horizont ist bereits die Skyline zu erkennen.

Ich erreichte Vlissingen, fuhr entlang der Strandpromenade und durchquerte den Hafen mit Hilfe der auf den Schleusentoren verlaufenden Rad- und Fußwege.  Mein Ziel und der Wendepunkt meiner Tour lag östlich von Vlissingen, bei dem kleinen Dorf Ritthem. Dort liegt Fort Rammekens. Die Festung wurde im 16. Jahrhundert erbaut und gilt als das ältestes Seefort Westeuropas.

Fort Rammekens östlich von Vlissingen.

Fort Rammekens östlich von Vlissingen.

Als ich vor dem Eingangsportal des Fort stand, musste ich an „Der Herr der Ringe“ und dem Zugang zu den Minen von Moria denken. :D Vom Fort ging es wieder in Richtung Westen. Ich passierte erneut Vlissingen, diesmal etwas weiter nördlich und steuerte auf Koudekere zu. Dort lagen die nächsten Ziele meiner Battlefield-Tour.

Der Panzergraben zwischen Koudekerke und Groot-Valkenisse.

Der Panzergraben zwischen Koudekerke und Groot-Valkenisse.

Bei Koudekere beginnt der ehemalige Panzergraben der Landfront Vlissingen. Er verläuft von hier in Richtung Nord-West auf die Küste zu und findet dort Anschluss an die Höckerlinie, die ich auf dem Hinweg bereits passiert hatte. Entlang des Panzergraben stößt man auf mehrer Bunker verschiedener Typen.

Bunker des Atlantikwalls auf Walcheren.

Bunker des Atlantikwalls auf Walcheren.

Nachdem ich den Graben hinter mir gelassen hatte ging es, bei nun stärker einsetzendem Regen, über Biggekerke und Zouteland wieder zurück nach Westkapelle. Wo ich nach 52 Kilometern und ca. 3 Stunden Fahrtzeit eintraf.

walcheren

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