Start in ein neues Radsportjahr

Aller Anfang ist schwer. … Jedes verdammte Frühjahr! ;)

Doch ebenso wiederholt sich alljährlich der Moment an dem aus Krampf langsam aber sicher Spaß wird. Wo Hintern und Sattel wieder Frieden schließen, die Durchschnittsgeschwindigkeit allmählich nach oben klettert und das Wetter einem bereits einen kleinen Vorgeschmack auf den nahenden Frühling bietet. Es ist der Augenblick an dem sich einem unterwegs ein Lächeln ins Gesicht schiebt und man denkt: „Was für ein schöner Zeitvertreib!“

 

Zwischen Heessen und Dolberg

Zwischen Heessen und Dolberg

Am letzten Sonntag war es wieder soweit. Zwar hinken Form und Performance der letztjährigen noch deutlich hinterher. Doch reichten sie, in Verbindung mit dem schönen Wetter und einer abwechslungsreichen MTB-Runde, bereits für ein zaghaftes Grinsen aus.

Schon am Vortag hatte ich mich, aufgrund der gemeldeten Witterungsbedingungen, für das MTB entschieden und bereits eine Tour geplant. Sie verlief über 43 Kilometer möglichst off-Road in Richtung Süden. Die Distanz war für die zu erwartende Streckenbeschaffenheit ausreichend lang gewählt, um im Vergleich zu den vorangehenden Touren des Jahres einen neuen Trainingsreiz zu setzen.

Ich wollte die Gelegenheit auch dazu nutzen, mich auf die Suche nach dem ehemaligen Schacht 4 der Zeche Westfalen zu begeben. Die Position und ein Foto der heutigen Gegebenheiten hatte ich dem Wiki http://www.zechenkarte.de entnommen und einen passenden Schlenker in meine Tour eingebaut. Die Seite ist ein sehr empfehlenswertes Nachschlagewerk zum Thema Steinkohlebergbau im Ruhrgebiet. Neben einer Schachtkarte wird von den Betreibern auch eine Haldenkarte gepflegt, die ich gerne zum Haldenspotting nutze.

Ich fuhr zunächst entlang der Werse bis ich die Bahnlinie Hamm-Minden kreuzte. Von da folge ich den Schienen in Richtung Süden bis Heessen. Dort begann der schönste Teil der Strecke. Ich bog, bei mittlerweile strahlenden Sonnenschein, nach Osten ab und durchquerte den rund 7 Kilometer langen Waldgürtel von Heessen nach Dolberg. Es war herrlich. Das herabgefallene Laub leuchtet in der Sonne noch in so kräftigen Farben als wäre es erst Herbst.

Einige Streckenabschnitte hier im Wald, wie im gesamten Tourverlauf, waren recht matschig und ich war froh meine Steckschutzbleche montiert zu haben. So blieb ich schön trocken und sauber. Das SKS Shockblade und X-Blade haben sich seit ihrer Anschaffung im Herbst letzten Jahres absolut bewährt. Besonders beim Hinterradabweiser (X-Blade) hatte ich bezüglich der Spanngurtbefestigung zunächst meine Bedenken. Diese haben sich bisher jedoch als unbegründet herausgestellt.

Nördlich von Dolberg traf ich auf den Zechenbahnradweg. Ihm folge ich ein kurzes Stück bis zum ehemaligen Areal der Schachtanlage 4. Hier bog ich vom Radweg wieder in ein Waldstück ab und hielt die Augen nach den Überresten offen. Der Schacht hatte ursprünglich eine Tiefe von 885 Metern und diente ab 1940 der Belüftung des Bergwerks. Er wurde 1990 wieder verfüllt und die oberirdischen Anlagen abgerissen. Nachdem ich relativ schnell Teile eines weitgehend verschütteten Gebäudes fand rächte es sich dass ich die genauen Koordinaten des zurückgebliebenen Schachtrohrs nicht als Wegpunkt meiner Tour hinzugefügt habe. Denn von diesem war in dem teils stark bewaldeten Gebiet nichts zu entdecken. Andererseits hätte ich so die Reste des Gebäudes wohl nicht entdeckt.

Reste der Übertageanlagen von Schacht 4

Reste der Übertageanlagen von Schacht 4

Ich zückte also mein iPhone, kopierte die Koordinaten aus dem Zechen-Wiki, gab sie in meine Geocaching-App ein und fand dann schnell mein Ziel in ca. 50 Meter Entfernung meines bisherigen Suchgebiets.

Das von Schacht 4 übriggebliebene Rohr

Das von Schacht 4 übriggebliebene Rohr

Von der Schachtposition ging es dann über teils unbefestigte Wege wieder zurück in Richtung Norden zur Werse, bevor ich nach weiteren 10 Kilometern wieder den Ausgangspunkt meiner Tour erreichte.

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One Response to Start in ein neues Radsportjahr

  1. Beany says:

    Endlich wieder Content! Und der Bericht ist auch schön geschrieben. Danke für den Tipp mit Zechenkarte.de. Da werde ich auch mal das ein oder andere recherchieren.

    Gruß,

    Beany

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