Tour der fallenden Blätter 2013

Spät, aber genau passend um Lust auf die neue Rennradsaison zu machen. Der Bericht zu meiner letzten großen Rennradtour des vergangenen Jahres.

Nachdem meine Motivation bei einem Sturz Ende Juli 2013 erhebliche Schrammen davontrug und ich nur noch verhältnismäßig wenig Ausfahrten unternahm, hatte ich im Oktober doch nochmal das Bedürfnis vor dem Winter etwas besonderes zu machen. Nachdem ich es die letzten zwei Jahre nicht geschafft hatte einen Abstecher in das nahe Sauerland zu unternehmen, hatte ich mir das für dieses Jahr eigentlich fest vorgenommen. Obwohl mein Trainingsstand eine Tour ins Bergige eigentlich ausschloss, war dies jedoch die reizvollste aller Möglichkeiten.

Das Höhenprofil der Tour.

Das Höhenprofil der Tour.

Da das Wetter gerade passend war nahm ich mir kurzer Hand an einem Mittwoch im Oktober frei. Nachdem die Familie am Morgen aus dem Haus war, machte ich mich mit dem Rennrad im Auto auf den Weg nach Echtrop südlich von Soest. Dort auf dem Haarstrang, kurz vor dem Möhnesee, hatte ich einen Parkplatz ausgemacht von dem ich starten wollte. Der Track den ich zusammengestellt hatte sollte mich über 107 Kilometer und ca. 1500 Höhenmeter  durch Arnsberg, Grevenstein und Hirschberg wieder zu meinem Ausgangspunkt führen. Die Strecke basierte auf der Drei-Seen-Schleife der Bike Arena Sauerland und wurde von mir etwas modifiziert.

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Direkt am Start der Tour gab es bereits tolle Ausblicke. Hier der Möhnesee vom Pengel-Anton-Radweg.

So startete ich bei doch recht frischen Temperaturen, aber strahlendem Sonnenschein meine Tour. Zunächst führte mich mein Weg über den Pengel-Anton-Radweg hinunter zum Möhnesee. Der Verlauf und die Qualität dieses Weges schreit eigentlich danach ihn einmal in voller Länge mit der Familie zu erkunden. An diesem Tag musste ich mich jedoch bereits nach wenigen Kilometern, am Ufer des Möhnesees, von ihm trennen. Über den Stockumer Damm erreicht ich das südliche Ufer und dort begann auch direkt der erste Anstieg des Tages. In den schattigen Abfahren wurde es dann doch ordentlich kühl und ich ärgerte mich kurz die langen Handschuhe nicht mitgenommen zu haben. Auf den Wiesen und Weiden entlang der Straße sah ich den ersten Raureif des nahenden Winters. Dass dieser so mild werden sollte hätte ich zu diesem Zeitpunkt nie gedacht.

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Die Ruhr bei Arnsberg.

In Arnsberg erreichte ich nach einer Stunde und 25 Kilometern die Ruhr. Ich fand neben der Strecke ein sonniges, wärmendes Plätzchen am Ufer und gönnte mir eine Pause und einen Riegel. So konnte ich den längsten Anstieg des Tages, hinauf zur Hellefelder Höhe, ausgeruht in Angriff nehmen. Dieser Abschnitt bietet mit einer Länge von 8 Kilometer und durchschnittlich 4 Prozent Steigung eine der längsten Steigungen im nördlichen Sauerland und bildete das Dach der Tour.

Auf der Hellefelder Höhe dem Dach der Tour

Auf der Hellefelder Höhe dem Dach der Tour

Nach der Abfahrt nach Altenhellefeld ging es über Linnepe weiter nach Grevenstein. Dies war landschaftlich sicher der schönste Abschnitt der Tour und so machte ich mehrere kurze Stopps um die Ausblicke zu genießen und einige Fotos zu schießen. Auf der gesamten Tour begegnete mir kein einziges Motorrad und auf den Nebenstraßen nur wenig Autos. Ein angenehmer Nebeneffekt wenn man unter der Woche unterwegs ist.

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Panorama zwischen Grevenstein und Wenholthausen.

Nun folgte der schwerste Anstieg, hinauf in das kleine Örtchen Oesterberg. Dies liegt auf einem Hochplateau oberhalb des Hennesees. Das hoch von oben kommt merkte man auf den 3 Kilometern bergauf. Die Straße verläuft auf einer Länge von 2 Kilometern mit einer  durchschnittlichen Steigung von 10%. In der Spitze werden Steigungen von 15-16% erreicht. Nun machten sich auch die fehlenden Trainingskilometer bemerkbar und ich bekam Wadenkrämpfe. Ich nahm etwas Druck vom Pedal und versuchte die Wadenmuskulatur beim Treten etwas zu strecken. Dies funktionierte ganz gut und ich fing mich wieder. Oben angekommen gönnte ich mir einen kleinen Fotostopp zur Erholung.

Blick von Oesterberge in Richtung Hennesee

Blick von Oesterberge in Richtung Hennesee

Für die Abfahrt hatte ich mich bei der Planung, abweichend von dem Bike-Arena-Track, für eine schmale, quer durch den Wald verlaufende Straße entschieden. Aufgrund zahlreicher Schlaglöcher und Rollsplitt Passagen war diese jedoch leider ungeeignet. Als Auffahrt OK, als Abfahrt nicht. Da hätte ich besser auf der L914 fahren sollen. Dort hätte ich evtl. auch noch einen Blick auf den Hennesee erhaschen können.

Zwischen Altenhellefeld und Linnepe

Zwischen Altenhellefeld und Linnepe

Wieder im Ruhrtal angekommen begleitete ich den Fluss ca. 12 Kilometer bis Oventrop zum letzten größeren Anstieg des Tages. Es ging über den Lattenberg nach Hirschberg und von dort wieder hinunter zum Möhnesee. Es hieß also, trotz jetzt deutlicher Erschöpfung, nochmal über 6 Kilometer bei 260 Höhenmetern hinter mich zu bringen.

Zurück am Möhnesee genoss ich von der am Zufluss des Sees gelegenen Kanzelbrücke den Ausblick auf die gr0ße und ruhige Wasserfläche. Nach wenigen Minuten nahm ich jedoch die letzten Kilometer des Tages in Angriff. Den Haarstrang hinauf erreichte ich erschöpft wieder das Auto und machte mich auf den Heimweg.

Blick von der Kanzelbrücke auf den Möhnesee

Blick von der Kanzelbrücke auf den Möhnesee

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4 Responses to Tour der fallenden Blätter 2013

  1. Torsten says:

    Das schaut nach einer sehr schönen Runde aus. Schöne Landschaft bei bestem Wetter, was will man mehr. Deine Fotostops und die Wadenkrämpfe haben sich gelohnt. :)

  2. velolars says:

    Schöne Tour, schöne Bilder! Das Problem mit der Straßenauswahl kenne ich auch. Man klickt sich vorher die Tour zusammen und fragt sich hinterher, welcher Idiot das als richtige Straße gekennzeichnet hat ;)

    • Patrick says:

      Danke! Ja, hatte mich da auch etwas geärgert. Wollte den originalen Track kürzen und habe mich da sicher nicht für die beste Variante entschieden. :)

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