Ein Heimspieltag an der Seite von Nobby Dickel

Am vergangenen Freitag war es endlich soweit. Mein BVB Heimspieltag an der Seite von Nobby Dickel, einem der Hauptpreise beim Brinkhoffs Gewinnspiel, sollte Realität werden. Als mir der Termin vor vier Wochen vorgeschlagen wurde, war ich sofort begeistert. Mit dem VFB Stuttgart kam ein attraktiver Gegner ins Westfalenstadion und zusätzlich handelte es sich auch noch um ein Flutlichtspiel, was ja immer für eine besondere Atmosphäre im Stadion sorgt.

So machte ich mich also voller Aufregung, gemeinsam mit der @7juli4, auf den Weg nach Dortmund. Dort trafen wir zum ersten Mal im RL auf @Emma09BVB, @topptina und @1909er von denen ich mich, nach einem gemeinsamen Bier in der „Roten Erde“, leider schon viel zu früh wieder verabschieden musste. Denn ich wurde bereits um 17:30 Uhr am Westfalenstadion erwartet.

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An den Parkplatz könnte ich mich schon gewöhnen

Anpfiff – 180 Minuten
Am Pförtnereingang des Westfalenstadions erhielt ich aus den Händen von Sylvia Rabe vom BVB meinen Zugangsausweis und wir begaben uns auf eine Stadiontour. Durch die Mixed Zone ging es in den engsten Spielertunnel der Bundesliga. Kurz vor dem Spiel stehen die Mannschaften und Eskortkinder hier in spärlichem gelben Licht, zu viert nebeneinandergezwängt und warten darauf das Spielfeld zu betreten während draußen bereits der Hexenkessel brodelt. Es gibt wohl wenig Orte an denen eine solche Mischung aus Gefühlen auf so engem Raum zusammen kommt. Die Aufregung der Kinder weil man seinem Idol so nahe ist wie nie zuvor, die Sorge der Schiedsrichter vor einer Fehlentscheidung, die Nervosität der gegnerischen Spieler vor dieser erdrückenden Kulisse bestehen zu müssen und die Gier der BVB Spieler darauf durch ihre Aktionen die lautstarke Begeisterung von über 80000 Kehlen zu wecken.

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Im Spielertunnel

Dann ging es hinaus in den Innenraum des Stadions. Der Blick auf die noch leeren Ränge war schon beeindruckend genug und ich war wahnsinnig gespannt wie das erst später mit vollen Rängen wirken würde. Nach einigen Fotos ging es weiter über die Westtribüne in den Stammtischbereich und durch den Borussiapark in der Nordtribüne zurück in die Katakomben der Osttribüne.

Die Ruhe vor dem Sturm

Das noch leere Westfalenstadion

Anpfiff – 135 Minuten
Als nächstes stand die Teilnahme an der Fan-TV-Besprechung auf dem Plan. Dort traf ich auch auf Nobby Dickel, den ich ab diesem Zeitpunkt begleitete. Die Besprechnung ging zügig und sehr professionell von statten. Bei aller Routine blieb jedoch auch noch Zeit für ein Geburtstagsständchen und den ein oder anderen Scherz.

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Es sollte nicht lange leer bleibe. Die Süd von Nobby Plattform.

Anpfiff – 105 Minuten
Nach der Besprechung ging es zum Eingangsbereich des Stadions um gemeinsam eine „Sieger-Bratwurst“ zu essen. Unterstützt wurden wir bei diesem unverzichtbaren und ebenso schmackhaften Ritual durch einen Fan, der zu jedem Heimspiel nur kurz im Stadion vorbeischaut um gemeinsamm mit Nobby eine „Sieger-Bratwurst“ zu verspeisen. Danach macht er sich direkt wieder auf den Heimweg und das heißt unter der Woche zurück nach Kassel(!) und bei Wochenendspielen nach Waltrop. Man kann es wohl nicht besser als mit Nobbys Worten beschreiben: „Das ist echteliebe!“ Wenn ihr also an Spieltagen vor dem Stadion ein Auto mit Kasseler Kennzeichen neben dem Fanshop einparken seht, grüßt doch den Fahrer bitte mit einem freundlichen Winken.

Anpfiff – 85 Minuten
Vom Bratwurststand ging es dann wieder in den Stammtisch-Bereich in der Westtribüne. Dort hatte ich dann auch mein erstes Pilschen an der Hand. Selbstverständlich wurden bis dahin schon zahlreiche Fotowünsche der Fans geduldig und freundlich von Nobby erfüllt.

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Der atemberaubende Blick auf die Süd

Anpfiff – 60 Minuten
Es ging herunter auf den Platz. Am Mittelkreis standen einige Spieler und blätterten im Stadionmagazin. Auf den Ränge das Gewusel der platzsuchenden Zuschauer. Dann der Blick von der Trainerbank auf die bereits vollbesetzte Süd. – Augen und Mund weit offen! – Ein wahnsinnig beeindruckendes Bild bot sich mir da. Sieht die gelbe Wand von den Rängen ja schon riesig aus, erscheint sie einem vom Platz aus noch gigantischer. Ein unüberwindbarer schwarzgelber Wall. Ich kann nicht sagen wie lange ich so vor mich hin starrte, plötzlich stand Nobby grinsend neben mir und frage: „Na, beeindruckend?“ Er erzählt mir, dass er nach 20 Jahren immer noch nervös ist bevor er vor die Fans tritt und brachte dann, unterstützt durch Kevin Großkreutz und mit Hilfe der Stationzeitung noch seine Gästespielerliste auf den aktuellen Stand. Kurze Zeit später ging dann das Fan-TV auf Sendung während die Mannschaften bis zum Aufwärmen zunächst wieder in den Kabinen verschwanden.

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Nobby mit Kevin Großkreutz

Ich sprach kurz mit Aki Watzke und Michael Zorc. Als ich beiden berichtete wie beeindruckend die ungewohnte Perspektive für mich wäre, antwortete Susi mit einem Grinsen: „Aber von oben kann man besser sehen.“ Ich pflichtete ihm bei, ergänzte jedoch: „Aber hier unten klopft das Herz stärker!“ Denn das war zu diesem Zeitpunkt bei mir schon längst der Fall.

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Auba, einer der späteren Torschützen

Anpfiff – 35 Minuten
Dann war das erste Mal Alarm im Rund! Die Torhüter und Teddy de Beer betraten nach Nobbys Ankündigung zum Aufwärmen den Platz und von den Rängen donnerten die Fans ihre Namen. Kurz darauf erschien auch die restliche Mannschaft.

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Die Mannschaft erscheint zum Warmmachen

Anpfiff – 6 Minuten
Zu „You’ll Never Walk Alone“ und zur Bekanntgabe der Mannschaftaufstellung wollte ich unbedingt am Fuß der Süd stehen, also machte ich mich auf den Weg dorthin. Jagt mir das Lied schon auf der Tribüne Gänsehautschauer über die Arme, drückte es mir jetzt zusätzlich noch die Trommelfelle tiefer in den Kopf. Was für eine Lautstärke dort unten! Dies steigerte sich sogar noch als Nobby, auf dem Platz stehend, die Mannschaftsaufstellung dirigierte und mir die Namen der Spieler zigtausendfach entgegengebrüllt wurden. Ganz so, wie er es mir vorher prophezeit hatte: „Da ist es so laut, dass dir der Kopf wegfliegt!“ Wie geil muss sich das erst als Spieler anfühlen? Warum tauscht man diese Fans und Atmosphäre gegen rotweiße Tristess? An der Eckfahne traf ich Nobby dann wieder und wir gingen gemeinsam auf seine Moderationsplattform um das Spiel zu verfolgen.

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Kurz vor dem Anpfiff

Anpfiff
Das Spiel verlief an diesem Tag auch wie einem Drehbuch entsprungen. Nach anfänglichem Rückstand dreht der BVB das Match noch zu einem furiosen 6:1 Sieg. Ich versuchte mich auf das Spiel zu konzentrieren, wurde jedoch immer wieder durch die ungewohnte und aufregende Perspektive abgelenkt. So erwischte ich mich z. B. häufiger dabei auf die Südtrbüne zu schauen. Es war auch interessant Nobby bei der Arbeit zu zusehen. Wie er zwischen konzentrierter Kommentatorentätigkeit für das Netradio und ausgelassener Freude über die Tore schwankte. Nach Lewandowskis Doppelschlag zum 4:1 spürte ich eine krachende Hand auf meiner Schulter und als ich mich umsah stand Nobby hinter mir und fragte: „Ist das geil?“ Meine Antwort war kurz und viel mir sehr leicht.

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Pure Zufriedenheit nach dem Spiel

Abpiff
Etwa 20 Minuten nach dem Abpfiff gingen wir über die Westtribüne erneut in den Stammtischbereich. Auf den Weg dorthin erfüllte Nobby wieder zahlreiche Autogramm- und Fotowünsche noch anwesender Fans. Dort angekommen verabschiedete ich mich von ihm und wurde von Sylvia Rabe wieder in den Borussiapark begleitet. Dort trennten sich auch unsere Wege und ich begab mich auf die Nordtribüne wo ich Julia wiedertraf. Gemeinsam ließen wir den Tag dann in der Brinkhoff’s Lounge ausklingen.

Es war, gerade für mich als BVB Fan, ein unglaublich aufregender und spannender Tag. Man ist sich wohl selten der Einmaligkeit eines Momentes bewusst. Dies war an diesem Tag jedoch anders und ich habe versucht möglichst viele Eindrücke aufzunehmen, was bei der Vielzahl an Impressionen gar nicht so leicht war und ich hätte zeitweise am liebsten laut: „Stop!“ gerufen um noch mitzukommen. Es war auch sehr auffällig wie sehr sich alle BVB Mitarbeiter, die ich an diesem Tag kennenlernen durfte, mit dem Verein identifizieren. Dienst nach Vorschrift gibt es hier scheinbar nicht, sondern nur alles für den BVB.

Mein besonderer Dank gilt:

Sylvia Rabe und Norbert Dickel vom BVB.

Christoph Heide von der Radeberger Gruppe.

Allen die per Twitter meine Freude geteilt und mir so tolles und positives Feedback gegeben haben.

Den 80645 Zuschauern, die diesen Abend so besonders für mich gemacht haben.

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Alles wieder ruhig und verlassen

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4 Responses to Ein Heimspieltag an der Seite von Nobby Dickel

  1. Pingback: Links anne Ruhr (07.11.2013) » Pottblog

  2. Marc says:

    Wow, das war wirklich ein klasse Abend, den Du erleben durftest :-)

    Gänsehaut pur.

  3. Pingback: Lesenswerte Links – Kalenderwoche 45 in 2013 > Vermischtes > Lesenswerte Links 2013

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